Ziviler Widerstand in der Klimakrise

Vortrag der Letzten Generation

Posted by Letzte Generation on Tuesday, November 29, 2022

Veranstaltung: 29. November 2022, 19:00 Uhr, Im Verfügungsgebäude 4.101 der Universität, Platz der Göttinger Sieben 7)

Ziviler Widerstand in der Klimakrise

Seit Januar diesen Jahres setzen sich Klimaaktivist*innen der letzten Generation in vielen deutschen Städten für Klimagerechtigkeit ein und haben sich entschieden in den zivilen Widerstand zu gehen. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass unzählige Petitionen und Klima-Massendemonstrationen nicht den notwendigen Druck auf die Politik ausüben konnten, damit diese endlich hinreichend handelt! Währenddessen schließt sich unser Zeitfenster, das Schlimmste noch zu verhindern, immer weiter. Wir versammeln uns unter anderem auf Straßen zu den Hauptverkehrszeiten, drehen Ölpipelines ab und bringen so ein „Weiter-So-Im-Fossilen-Wahnsinn“ zum Erliegen. Außerdem führen wir Aktionen vor Ministerien durch und appellieren an die Politik, endlich die Klimakatastrophe als Notfall anzuerkennen und auch dementsprechend zu handeln.

Hört euch an: Warum sind wir im zivilen Widerstand? Was treibt uns an? Was sind wir für Menschen, und wie kannst du dich uns anschließen?

Diesen Herbst strömen seit der zweiten Oktoberwoche noch mehr Menschen als zuvor auf die Straßen nach Berlin. Seit Anfang November befinden sich mehrere Menschen in München für bis zu 30 Tage in Präventivgewahrsam, weil sie friedlich Straßen blockiert haben. Wir fordern von der Bundesriegierung als erste sofortige Sicherheitsmaßnahmen im Klimanotfall ein Tempolimit von 100 km/h auf deutschen Autobahnen und die Einführung eines 9-Euro-Klimatickets für den ÖPNV. Es gibt einfach keine Rechtfertigung dafür, warum diese Maßnahmen jetzt nicht sofort umgesetzt werden. Ein Tempolimit von 100 km/h spart sofort CO₂ ein, das wären 5,4 Millionen Tonnen CO₂ im Jahr. Es ist sofort umsetzbar und das nahezu kostenlos, eine Mehrheit in der Gesellschaft steht längst dahinter und es kann sogar ganz akut Menschenleben retten, weil es zu weniger Verkehrstoten kommt! Gerade in den aktuellen Zeiten mit steigenden Energie- und Lebensmittelkosten ist es wichtig, dass sich in unseren Forderungen auch eine sozial gerechtere Welt widerspiegelt. Das 9-Euro-Klimaticket sorgt für soziale Teilhabe, viele Menschen sparen spürbar Geld und es wird endlich die notwendige Verkehrswende angestoßen. Das 9-Euro-Ticket hat in drei Monaten zudem knapp 2 Millionen Tonnen CO₂ eingespart, Menschen sind vom Auto auf die Öffentlichen umgestiegen. Um diese Klimaschutzmaßnahmen und viele weitere zu erreichen ist es wichtig jetzt Widerstand zu leisten und die Klimakrise nicht einfach hinzunehmen.