Der Zivilcouragepreis der Bürgerstiftung Göttingen wird 2026 erneut nicht verliehen. Schade!!
Die Bürgerstifung schreibt diesen Preis jährlich aus. Leider entsprach jetzt schon im 2. Jahr vermutlich kein Mensch den Kriterien der offiziellen Definition von Zivilcourage. Der Preis wird nun nicht vergeben.
Zivilcourage ist der Mut und die Entschlossenheit, zum Schutz und Wohl anderer Menschen einzutreten, ungeachtet einer möglichen Gefährdung der eigenen Person und ohne einen eigenen Vorteil davon zu erwarten.
Es wurde aus der Göttinger Zivilgesellschaft dem Preiskommitee eine Person vogeschlagen, die alle diese Kriterien erfüllen würde, aber dennoch nicht berücksichtigt wurde.
Daher wird es in diesem Jahr eine alternative symbolische Verleihung des Göttinger Zivilcouragepreises geben an Merle Michaelsen, die sich ungeachtet einer möglichen Gefährdung der eigenen Person immer wieder für eine klimafreundliche Politik eingesetzt hat, und damit für den Schutz und das Wohl anderer Menschen eingetreten ist.
Frau Dr. Michaelsen wird für die Teilnahme an den Sitzblockaden der letzten Generation immer wieder angeklagt und von unseren Richtern verurteilt, und geht damit eine hohe Gefährdung der eigenen Person ein, ohne einen eigenen Vorteil davon zu erwarten
Sitzblockaden sind Formen des zivilen Ungehorsams, bei dem Bürger*innen (ohne Macht) Abläufe stören und auf Missstände hinweisen. Beispiele für o.g. Aktionen finden sie ab 1930 in den Arbeiterbewegungen u.A. in den USA, Bürgerrechtbewegungen 1960er, Anti-Atom- und Friedensbewegung 70er und 80er, Studentenstreiks Göttingen 80er und aktuell gegen die völkerrechtswidrige Kriege der Türkei Be/verurteilt, bewertet und kommentiert werden diese u.A. beim Bundesverfassungsgericht, in der UN Sonderberichterstattung und in Publikationen Von Brot für die Welt, Amnesty international.
Die Alternative zur Verleihung des Göttinger Zivilcouragepreis 2026 findet statt am:
Donnerstag den 12 03.26. 18:00 Uhr am Gänseliesel.