Am 24. Februar hat die Stadtverwaltung den neuesten Klimabericht für die Stadt Göttingen vorgestellt. Das Ergebnis ist: Wir verfehlen alle Klimaziele deutlich, die CO2-Emissionen müssen in den kommenden Jahren viel schneller sinken. 42% der Göttinger Emissionen entstehen beim Heizen, hierbei werden Stand 2024 fast ausschließlich (94%) fossile und damit klimaschädliche Energieträger eingesetzt. Die Göttinger Wärmeversorgung hat damit drei große Probleme:
- Erstens ist sie klimaschädlich.
- Zweitens ist sie unzuverlässig
- Da die fossilen Energieträger importiert werden müssen, ist die Göttinger Wärmeversorgung abhängig von Staaten wie Russland, den USA und arabischen Ländern.
- Drittens ist sie teuer
- die Preise für fossile Energieträger werden absehbar steigen und auch die Kosten für den Gasnetzbetrieb werden sich auf weniger Haushalte verteilen. Die Wärmeversorgung ist damit mittelfristig teuer.
Dass auch bessere Heizungssysteme ohne weiteres möglich sind, zeigen uns andere Länder. In Finnland und Norwegen zum Beispiel wird bereits über die Hälfte der Gebäude mit Wärmepumpen beheizt, in beiden Ländern ist darüber hinaus der Anteil fossiler Energien am Strommix gering. Auch viele andere europäische Länder, unter anderem auch Dänemark, Österreich und Frankreich sind bei der Wärmewende schon sehr viel weiter.3 Darüber hinaus gibt es bereits Leitfäden, wie die kommunale Wärmewende auch in Deutschland gelingen kann.
Beim Klimaschutz geht es darum, dass auch die heute jungen Menschen und zukünftige Generationen gut leben können. Wir stehen in Göttingen in der Verantwortung, unseren Teil zu dieser großen und wichtigen Aufgabe beizutragen. Gerade jetzt, wenn die Bundesregierung die Wärmewende bremst, ist es umso wichtiger, dass Göttingen lokal handelt. Andere Städte zeigen bereits, wie es gehen kann. Wir haben verschiedene Ideen und Best-Practice- Beispiele zusammengetragen und so einen 8-Punkte-Plan für die Göttinger Wärmewende zusammengestellt.
- Fernwärmenetz im Detail ausplanen
- Erneuerbare Fernwärmeproduktion sicherstellen
- Wärmespeicher einplanen
- Gasnetz stilllegen
- Sanierungsoffensive starten
- Wärmegenossenschaft für Nahwärmenetze initiieren
- Informations- und Beratungsangebote verbessern
- Soziale Verträglichkeit sichern
Der vollständige Text ist unter Zuverlässige, bezahlbare und klimagerechte Wärmeversorgung für Göttingen! zu finden